Silvesterrüstzeit 2005/06

Wer mal ein paar Tage ohne nerviges Handyklingeln erleben möchte, der sollte es entweder ausschalten oder nach Lückendorf fahren. In dieses kleine Dorf am Anfang von Deutschland zog es uns vom 29.12.2005 bis zum 01.01.2006. Doch wer nun denkt, dass Silvester in so nem Nest langweilig sein muss, der irrt gewaltig.

Am Donnerstag reisten wir gegen 15:00Uhr an um uns gleich auf Kaffee und Kuchen zu stürzen. Danach durften wir unsere künstlerische Muse walten lassen, in dem wir Abbilder von uns bastelten, die dem jeweiligen Künstler auch mehr oder weniger ähnlich sahen. Der Abend klang dann nach einem leckeren Abendbrot und einer kleiner Themeneinheit ruhig aus.

    

Am nächsten Morgen wurden wir durch eine leise, zarte Musik geweckt, die uns alle einlud 7.30Uhr behende aus dem Bett zu springen. Nach der Stillen Zeit und einem guten Frühstück lud uns Tobias ein, noch einmal über das Jahr 2005 nachzudenken und anschließend hielt Albrecht das Thema „Vergebung“.
Der Nachmittag war dann durch einen „kleinen Spaziergang“ ausgefüllt worden, auf dem wir Gelegenheit hatten Schneebälle auf oder Fotos von uns gegenseitig bzw. der Natur zu schießen. Dabei sind nicht nur viele Fotos entstanden (die am Abend dann gezeigt und die schönsten prämiert wurden) sondern auch einige Menschen zwischenzeitlich ein bisschen weißer geworden.
Am Abend ging es dann in die Stadt der Liebe – Paris. Leider nur auf Video: „Verrückt nach Paris.“ Ein wunderschöner Film, indem drei behinderte Menschen auf eigene Faust verreisen.

Zum Silvestermorgen hielt Stephan das Thema „Hoffnung.“ Er erzählte u.a. von Gottes Liebe, wie er sie erlebt und wie man sie erleben kann.
Nachmittags ging es dann auf die Piste. Nein! Aber nicht mit Skiern sondern mit Schlitten. Dabei hatte jeder seine eigene Lieblingsvmethode den Hang hinunter zu kommen. Und auch die Länge der Rodelbahn war bei jedem unterschiedlich. Aber egal ob Schlitten oder Plastiktüte… s war scho a Gaudi!
Vor dem Abendbrot erlebte Volker noch eine kleine Überraschung: Sein Auto war plötzlich „zugeschneit“. Nach einem sehr leckeren Abendbrot begann der bunte Abend, zu dem sich nicht nur „gute Freunde“ fanden, sondern auch moderne Märchen gespielt wurden, wir an einigen Quizfragen grübelten, Oberlausitzer Mundart erleben durften, das Wunder der magischen Kerze erlebten, ein Tanzpaar sich mit Tangokünsten präsentierte usw.
Gegen Mitternacht zogen wir in die Lückendorfer Kirche, wo Volker in einer Andacht über die Jahreslosung 2006 uns in das neue Jahr geleitete. Danach wanderten wir noch ein Stück mit Fackeln durch Lückendorf, stießen mit Glühwein auf´s neue Jahr an und erlebten nach unserer Rückkehr ins Rüstzeitheim noch ein Tischfeuerwerk, für das Jens gesorgt hatte. Nach dem kleinen 3-Uhr-Morgen-Snack, ließen wir uns in die Betten fallen.

   

Am letzten Tag wurde uns zum Brunch noch alles serviert, was die Küche her gab. Nach dem Saubermachen fuhren wir dann gegen Mittag alle wieder nach Hause. Ach ja, Volkers Kleinbus wurde von einem freiwilligen „Schneeräumkomando“ vom Schnee befreit.

    

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